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Thursday, April 23, 2015

Aquarellierte Tuschezeichnungen - ein Einstieg ins Bildermalen und -Zeichnen

Bedingt durch eine gesundheitliche Auszeit hatte ich die letzten Wochen ein kleines Problem, die "Freizeit" durch etwas sinnvolles und Spaß vermittelndes auszufüllen. Ich besann mich meiner früheren Ambitionen im zeichnerischen Bereich, nahm mir meine Isographen (Tuschezeichengeräte), suchte meine Restbestände an Aquarellbüttenpapier raus und begann damit, aquarellierte Tuschezeichnungen anzufertigen. In diesem Artikel möchte ich Lust darauf machen, es selbst einmal zu versuchen. 

Nach Vorlagen erstellte ich zuerst einmal mit einem feinen Druckbleistift (0.5mm, HB) eine Vorzeichnung meiner Motive. Es folgte die Tuschereinzeichnung, nach deren Erstellung die Bleistiftskizze mit einem guten Radiergummi (!) entfernt werden konnte. Hierfür verwende ich bei kleinen Papierformaten (bis 17x24cm) einen Isographen der Strichstärke 0.25 bis 0.35mm. Grundsätzlich kann man sagen, je kleiner das Format oder die darzustellenden Details, desto kleiner ist die gewählte Linienstärke. Bei größeren Formaten kann auch schon mal ein 0.7 oder 1.0mm Stift Verwendung finden. Bei den feinen Linienbreiten unter 0.5mm ist zu beachten, daß diese Zeichengeräte schon recht fragile Zeichenröhrchen besitzen, die nicht allzu großem schräg einwirkendem Druck oder sonstiger unsachgemäßer Belastung unterworfen werden dürfen. Zur Erstellung einer Zeichnung, die keinen "technischen" Ansprüchen standhalten muß, kann ein Isograph auch so angewinkelt (in Bezug auf die Papieroberfläche) gehalten werden, wie jedes andere Schreibgerät. Ich denke, daß es nur im Bereich des Technischen Zeichnens erforderlich ist, Isographen in einem Winkel bis ca. 20° in Schräglage auf das Papier aufzusetzen, damit ein einwandfreier Tuschefluß und eine konstante Linienbreite gewährleistet ist. Nach meiner Erfahrung bildet der Tuschemeniskus selbst bei starker schräger Haltung am Ende des Röhrchens durch das immer einige Millimeterbruchteile aus dem Röhrchen herausragende Regulationsfilament eine Oberfläche, die einen Tuschefluß sicherstellt. Dann erfolgt die Anmischung der Aquarellfarben im Malkasten sowie der lasierende Farbauftrag Schicht um Schicht, so daß sich subtraktive Mischfarben bilden. Gemalt wird sowohl "naß in trocken" als auch "naß in naß" (also Farbauftrag auf eine mit Wasser "fließend" gemachte feuchte Papiermatrix). 

Abbildung 1: Beginn des Aquarellierens der Tuschezeichnung, Der Himmel wird "naß in naß" auf feuchtem Papier aufgetragen


Woher bekommt man das benötigte Material und was kostet es? Aquarellpapier sollte es in jedem Bastel-/Hobbyladen geben. Kleine Aquarellfarbkästen kosten neu ab etwa 10-30 €, gebrauchte Kästen, die frustrierte Anfänger bei eBucht einstellen, gehen für etwa 40-60% des Neuwertes. Kauf Dir für den Anfang keinen großen Kasten. So ein "Lukas 1862" mit hundert adretten Farbnäpfen mit Papierbanderolen macht zwar optisch extrem etwas her, aber wenn der damit produzierte "Output" nicht sofort dem von Rembrandt entspricht, beginnen eventuelle Sponsoren, wie Omis, Eltern und Lebensabschnittsgefährten, unruhig auf den Stühlen zu rutschen. ;) Ein anderer Grund für einen zu Anfang eher kleinen Kasten; die benötigten Farbtöne müssen wir uns in 97 % aller Fälle aus einigen wenigen Grundfarben selbst mischen. Deshalb reicht ein Kasten mit zwölf Farben locker aus.

Abbildung 2: Ein Lukas 1862 Aquarellmalkasten mit Näpfen und Rotmarderhaarpinseln


Isographensets mit vier Stiften gehen in der eBucht als Neuware für um die 30-50 Euro. Hier ist es, wenn man kein Fachmann im Umgang mit diesen technischen Zeichengeräten ist, wirklich ratsam, die Finger von Gebrauchtware ("Nachlaßware", "Dachbodenfund", "ich kenne mich damit nicht aus", "funktionierten neu vor fünf Jahren, keine Ahnung, ob jetzt noch", "nicht getestet") zu lassen, weil diese delikaten Geräte, wenn die Tusche in ihren feinen Kapillargängen erst einmal eingetrocknet ist, sich meistens nur noch mit exzessiven Reinigungsorgien oder auch (häufiger!) gar nicht wieder in den zeichenbereiten Zustand versetzen lassen. Tips für Sparfüchse. Kaufe einen einzelnen Stift in der Strichbreite 0.35, 0.5 oder 0.7mm (je nach Größe der geplanten Bilder, oft bilden sich nach einigen Monaten Vorlieben für bestimmte Strichbreite heraus), das ist dann für etwa 6-20 € realisierbar. Ein Fläschchen Tusche mit 23 ml kostet dann noch etwa 9 €. Wer das Sparen auf die Spitze treiben will, der ersteigert sich einen gebrauchten Stift, der sehr wahrscheinlich eingetrocknet ist, für 1-2 € und einen schlecht beschriebenen Ersatzzeichenkegel für deutlich unter zehn €. (ich hatte neulich ein Paket mit drei Kegeln 1.0mm und einem Kegel 0,25mm für sechs € ersteigert, den 0.25 Kegel habe ich behalten, die drei 1.0 Kegel habe ich für 9 € weiter verkauft (wie so oft in der Bucht; schlechte Bilder -> wenig Kohle, gute Bilder -> viel Kohle). Bei guter Pflege halten diese Stifte Jahre und sind, wenn man das Zeichnen als "sein Ding" entdecken sollte, eine gute Investition. 

Abbildung 3: Isographenset der Rotring Werke Riepe KG, Hamburg


Abbildung 4: Ersatzzeichenkegel verschiedener Linienstärken

Abbildung 5: Die feine Zeichenspitze eines 0.35mm Zeichenkegels. Deutlich sichtbar (Ausschnitt) ist an der Spitze des Zeichenrohrs das hervorstechende Regulierungsfilament (Reinigungsdraht, Regulierdraht). 

Wichtig ist, die Ruhe zu bewahren. Ein auch noch so klein erscheinendes Aquarell läßt sich nur schwerlich in einem Arbeitsgang fertigstellen. Immer wieder braucht es Ruhephasen, in denen bearbeitete Bereiche wieder vollständig abtrocknen können, damit neue Farbaufträge in Angriff genommen werden können. Auch kann man die erreichte Farbwirkung wirklich einwandfrei nur bei Tageslicht und bei vollständig durchgetrocknetem Papier beurteilen. Reinweiße und helle Bereiche im Bild werden nur durch das Durchscheinenlassen des weißen Papiers gebildet. Die "Chinaweiß", "Titanweiß" oder "Deckweiß"-Variante sieht dagegen immer erstickend, blaß und bemüht aus. Wichtig ist, daß man sich immer darüber im Klaren ist, daß beim Aquarell - im Gegensatz zu Tempera oder Ölfarben - die Mischung der Farben immer erst auf dem Papier im Zusammenspiel mit dem darunter durch"leuchtenden" Papier zustande kommt. Sogesehen ist ein Aquarell ein bischen so, wie ein Diapositiv; das Tageslicht fällt durch einen Farbträger und erzeugt so das Bild auf der Leinwand. Beim Aquarell ist das Papier gleichzeitig der Farbträger und die Leinwand.

Hat man dann das Motiv zu Papier gebracht und hält die Umsetzung für gelungen, ist es an der Zeit, die Welt von der Geburt eines neuen, großartigen Kunstwerkes wissen zu lassen. Mittels einer digitalen Systemkamera, eines nicht verzeichnenden Reproobjektives und eines Statives lichte ich hier das Motiv ab. Wichtig für ein gutes Foto ist helles, aber diffuses Tageslicht, direktes Sonnenlicht führt zu Schlagschatten, die die Struktur des Aquarellpapieres zutage treten lassen (nicht schön!). ein weißer Reflektor von der Zimmerseite her hilft bei der gleichmäßigen Ausleuchtung.

Abbildung 6: Reproaufbau mit improvisiertem Reflektor (Buch)


















Abbildung 7: Das fertige Werk; Leuchturm Westerhever (Eiderstedt, Schleswig-Holstein) mit Deichvorland (Überschwemmungsland). In den Achtzigern weideten dort noch Schafe, da das Vorland noch nicht als Naturschutzgebiet ausgewiesen war.



Wangerooge - die "Verbotene Insel"

Wangerooge - die „Verbotene Insel“

Der erste Eindruck läßt sich durch nichts ersetzen - so sagt man...

Wenn eine Fähre Helgoland erreicht, so bricht irgendwann aus dem über dem Meer liegenden Dunst das eindrucksvolle rote Steilkliff hervor, ein Raunen geht über das Deck und die Fotoapparate und Videokameras werden gezückt. Wenn die Seebäderschiffe auf der Reede vor Anker gehen, ist schon von weitem aus der Schriftzug am Börteanleger zu lesen, der die Besucher mit „Welkoam iip Lunn“ (Willkommen an Land) begrüßt. Andere Inseln, die selbe Situation; betreten die Gäste das Hafengelände von Wyk auf Föhr oder Wittdün auf Amrum, so begrüßen große Banner an den Landungsbrücken ebendiese mit „Willkommen auf .....“. 
Abbildung 1: „Willkommen auf Föhr“
 Man fühlt sich im wörtlichen Sinne gleich willkommen und freut sich auf die nun anbrechende Auszeit auf der Insel.
Ich besuchte nach 1976 Wangerooge im September 2014 zum zweiten Mal für zwei Wochen und konnte mir einen eigenen Eindruck verschaffen. Wie also schneidet im Vergleich zu anderen Nordseeinseln Wangerooge ab? Nun, zunächst einmal mit einem durchaus spektakulären Auftritt; nach ca. einer halben Stunde zeichnet sich die Düne des Weststrandes als hellgelbes Band gegen die blauen Fluten ab, die beiden großen Türme, die so gegensätzlicher nicht sein könnten, werden zuerst schemenhaft, dann immer deutlicher sichtbar.
Abbildung 2: Die Wangerooger Türme im Westen von der Fähre aus
Der eine ein rechteckiger, ziegelsteinfarbener Turm mit einer baulichen Peileinrichtung (die beiden kleinen Turmspitzen), die - in Linie - die geografische Nordrichtung verdeutlicht, der aber nur eine Reminiszenz an den zu Beginn des Ersten Weltkrieges abgerissenen alten Westturm darstellt und, bis auf seine Funktion als Landmarke, keinerlei navigatorische Bedeutung mehr besitzt. Der andere ein schlanker, hoher und runder, rotweiß gebänderter Stahlturm, vollgepackt mit Drehfeuer, Richtfeuern, Radar- und sonstigen Antennen, um den Anforderungen der Leitung des Schiffsverkehrs gerecht zu werden.

Je näher die Fähre sich dem Hafen nähert, desto mehr drängt sich der Eindruck  auf, daß dem Hafen etwas provisorisches, unvollkommenes, nicht zu Ende gebrachtes anhaftet. Im Westen geht die Dünenlandschaft beinahe übergangslos in das Hafengelände über, im Osten schützen ein scheinbar viel zu niedriger Steinwall und eine einwandige Spundwand ohne Hinterschüttung das Sportboot- und Fährschiffsbecken. Wenn Sturm und Schwell aus dem Süden oder Osten ansteht, wird der Ort sicher ein eher ungemütlicher Schutzhafen sein. Ins Auge fallen weiterhin die Baracken der DGzRS, des Wangerooger Segelclubs und der Hafenmeisterei, die sämtlich auf abgestrebten Stelzen gebaut sind. Man kann sich lebhaft vorstellen,  was hier im Winterhalbjahr bei Springtide und in die Deutsche Bucht drückendem Weststurm abgehen kann. Dieses alles  verschafft dem Hafen von Wangerooge eine besondere Atmosphäre. Er erscheint wie ein Vorposten der menschlichen Zivilisation in einer Umwelt, die geprägt ist von der Gewalt des Wassers, des Windes und des wandernden Sandes.
Abbildung 3: Erreichen des Hafens

Abbildung 4: Der Innenhafen mit Gebäuden

Das Bild ändert sich, wenn die Festmacherleinen übergeben sind und die Gangway den Gang ans Land ermöglicht. Auf dem gesamten Gelände des Hafens stechen Verbotsschilder mehr oder weniger direkt ins Auge. Der Ton ist sehr direkt und sehr deutsch. Statt freundlich darum zu bitten, „Dieses“ oder „Jenes“ zu unterlassen und an die Vernunft der Passanten zu appellieren, herrscht ein Befehlston vor. „(Es) ...ist verboten....“ ist das gängige Satzgerüst, auf dem aufbauend die verbotenen Handlungen beschrieben werden. Diese Bild setzt sich im Ort leider fort. Man kann den Sinn einer Fußgängerzone auf einer autofreien Insel ja noch in Ansätzen verstehen, auch wenn andere Inseln (spontan fällt mir Langeoog ein) die ganze Sache etwas legerer „handlen“ und eine dort ausgewiesene Fußgängerzone als „frei für Radfahrer bei Schrittgeschwindigkeit“ auszeichnen. Vollständig lächerlich aber wird es, wenn man über parallel verlaufende Nebenstraßen der „Zedeliusstraße“ endlich per Rad zur Strandpromenade vorgestoßen ist. Dort fallen sofort die Schilder und aufgebrachten Fahrbahnmarkierungen, die ein Verbot von Rädern auf der Promenade verdeutlichen, ins Auge. „OK“, denkt man sich, „wenn es politisch so gewollt ist...“, aber nach kurzer Suche findet man nur einen alten klapprigen Radständer in Bereich der Gemeindeverwaltung, der allenfalls dafür geeignet ist, teure Felgen, Speichen und Rahmen zu verkratzen.

Das ging auch mir so, aber lüstern und rebellisch funkelte in meinen Augen die Attitüde eines Freizeit-Gesetzesbrechers, der das undenkbare wagte und das Rad zu Fuß auf die mit braunen Ziegeln gepflasterte Freifläche der Strandpromenade schob. Hier wollte ich den Sonnenuntergang genießen und schaute mich nach einer Gelegenheit um, das Rad in Zugriffsweite abzustellen. Was mußte ich da entdecken?! In fein-säuberlichen Abständen waren auf die Innenseite der etwa hüfthohen Abschlußmauer kleine Blechschilder geklebt worden, auf denen zu lesen stand „Fahrräder abstellen verboten“. Die Spitze des Eisbergs ist es dann aber, die Räder förmlich (selbst wenn sie geschoben und/oder abgestellt werden) de facto von der Strandpromenade zu verbannen. Wangerooge kann viel von anderen Nordseebädern lernen, was den entspannten Umgang mit (Kurtaxe zahlenden) radfahrenden Touristen angeht, die in zwei Wochen eine Menge Geld auf der Insel lassen. Ob ich dieses jedoch noch ein zweites Mal in Wangerooge tun werde, da bin ich mir eher unsicher, da ich als 40% Gehbehinderter mein Rad wie andere körperlich Behinderte ihren Rollstuhl benutze. Schade, Wangerooge! Ein erster Eindruck, der sich leider verfestigt hat.

Abbildung 5: Kleine Verbotsschild-Collage, aufgenommen auf Wangerooge im September 2014


P.S.: Ach ja, das Rad auf dem Fotoausschnitt unten rechts ist mein Rad, aufgenommen beim Besuch in 2014. Schickt mir das Ordnungsamt Wangerooge jetzt ein Ticket? ;-)

Thursday, June 12, 2014

Ephemeriden für die Sonne mit Hilfe des programmierbaren Taschenrechners Casio fx-8000G



Casio fx-8000G
Ein Programm Listing für den CASIO fx-8000G (und verwandte Geräte, die den gleichen "tokenized" BASIC Dialekt verwenden, wie beispielsweise der fx-7000G oder der fx-8500G). Mit Hilfe dieses Programms ist man in der Lage, ohne Nautisches Jahrbuch  oder Verwendung von online-Kalkulatoren die Bildpunktkoordinaten (Grt (Greenwich Stundenwinkel), Declination) der Sonne für ein beliebiges Jahr zu berechnen. Sehr praktisch ist die Möglichkeit, die Uhrzeit im Stunden/Minuten/Sekunden Format einzugeben und die erhaltenen Werte durch Auslesung der Speicherregister "P" und "Q" und Drücken der Tasten

                                     
direkt in das Grad/Minuten/Sekunden Format umzuwandeln. Vielleicht fragst Du dich jetzt "Warum das ganze mit über zwanzig Jahre alter Hardware?"
Es gibt aber ein paar gute Gründe dafür:
- Der fx-8000G verfügt zwar nicht über die zahlreichen features moderner Hochleistungstaschenrechner, er tut aber das, was er tun soll, zuverlässig und schnell. Ich habe meinen ersten fx-8000G 1988 gekauft, der mich durch mein ganzes Studium begleitet und bis 2012 gehalten hat (Tod durch Schaden nach derbem Sturz)
- Gerade dieser scheinbare Mangel an "modernen" stromfressenden Ausstattungsmerkmalen aber ist bei der langfristigen Nutzung von Vorteil. Bestückt mit drei Lithium Knopfzellen 3 Volt, Typ CR2032C, läuft der Rechner bei moderater Nutzung (1/2 h/Tag) mehrere Jahre.
- In der eBucht oder vergleichbaren Portalen ist der fx-8000G oder vergleichbare Rechner für teils einstellige Beträge zu bekommen (zum Vergleich; 1988 betrug der Neupreis etwa 200 DM).
- Der Rechner ist robust aufgebaut, wenn auch nicht wasserdicht. Sicherlich robuster als  das durchschnittliche Notebook oder Laptop. Einen Tip bezüglich der Wasserdichtigkeit habe ich mal irgendwo aufgeschnappt. Einfach den Rechner mit einem gängigen Tiefkühleinschweißgerät in eine durchsichtige Plastiktüte einschweißen.

Das Listing:

Deg
"JAHR":?->Y
"MONAT":?->M
"TAG":?->D
"UTC HMS":?->U:U->V
367xY-Int (7x((Y+Int ((M+9)/12)))/4) Int (275xM-9)+D-678987->J
J+U/24->J:J-51544.5->T:T/36525->K
280.46+0.985647xT->L
L-360x(Int (L-360))->L
357.528+0.9856003xT->N
N-360x(Int (N/360))->N
L+1.915xsin N+0.02xsin (2xN)->A
23.439-0.0000004xT->E
sin-1(sin Exsin A)->Q
2xtan-1(cos Exsin A/(cos Q+cos A))->O
100.07554+0.985647348x(J-U/24-33282)+15.04107xU->G
G-360xInt (G/360)->G
G-O->P
P<0=>P+360->P:Goto 1
P>360=>P-360->P
Lbl 1
P->H
60x(Abs H-Int Abs H)->H
(0.1xInt ((Abs H+0.05)x10))xH->H
Cls
D◿
M◿
Y◿
U◿
P>360=>P-360->P
"SONNE":"GRT":P◿
Q->H
60x(Abs H-Int Abs H)->H
(0.1xInt ((Abs H+0.05))x10)xH->H
Abs Q<1=>HxQ->H
"DEC":Q◿


Anmerkung: Das "Deg" ganz am Anfang dient dem Einstellen des Rechners auf den Altgrad Modus (360°). Das ist wichtig, weil der Rechner neben diesem noch über die zwei Winkelmodi Radiant (Bogenmaß) und Neugrad verfügt. Das Argument "Deg" wird durch Drücken der Tasten "Mode" und "4" erzeugt.



Disclaimer: Alles ist gewissenhaft eingetippt worden, ich hafte aber nicht, wenn ein Tippfehler meiner- oder Ihrerseits Ihre 11 Meter Yacht auf eine Untiefe führen sollte. ;)

Tuesday, May 27, 2014

Ein Programm Listing für den CASIO fx-8000G um kalkulierte Höhe und Azimut zu berechnen (Höhenverfahren in der Astronavigation)

Der programmierbare grafische Taschenrechner CASIO fx-8000G zählt auch heute, über 25 Jahre nach seinem ersten Erscheinen noch längst nicht zum alten Eisen. Mit seinem sehr "schlanken", der Programmiersprache BASIC verwandten "Sprachendialekt" können auch heute noch mathematische Routineanwendungen programmiert werden und fehlerfrei und automatisiert ablaufen. Ein sehr praktisches "feature" dieser genialen kleinen Rechenmaschine; anders als andere Taschenrechner, die z.B. bei Bobby Schenk Erwähnung finden, ist dieses Gerät in der Lage, Positionsangaben im Grad/Minuten/Sekunden Format in ein dezimales Format umzuwandeln und am Schluß der Berechnung auch wieder in das °"´ Format rückzuwandeln (siehe Abb.). Zu Beginn werden Länge und Breite des gegißten Schiffsortes, Grt (Greenwich Stundenwinkel) und Declination (Bildpunktbreite) abgefragt. Je nachdem, ob man sich auf einer östlichen oder westlichen Länge befindet, gibt man bei der Abfrage von E(1):W(-1 eine positive (E) oder negative (W) Zahl ein. Nach Abschluß werden Berechnete Höhe (HC), Azimut (AZ) und (nach Eingabe des gemessenen Winkels) Intercept (also der Unterschied zwischen berechneter und gemessener Gestirnshöhe mit Angabe, ob "hin" zum oder "weg" vom Bildpunkt der Sonne) ausgegeben und sind für weitere Berechnungen in Speicherregister H, Y und I abgelegt. Das Programm beschickt übrigens die gemessene Höhe automatisch mit einer Gesamtbeschickung für 2 Meter Augeshöhe und Messung des Sonnenunterrandes. Das Listing (hach, das erinnert doch sehr an die alten C64 Zeiten, in denen wir Programme aus Zeitschriften abtippten :) ):
Casio fx-8000G
CASIO fx-8000G

Lbl 6
Deg
"BREITE":?->B
"LAENGE":?->L
"GRT":?->G
"DECL."?->D
"E(1):W(-1)":?->C
C<0=>Goto 1:C>0=>Goto 2
Lbl 1:G-L->A:Goto 3
Lbl 2:G+L->A:Goto 3
Lbl 3:sin-1(sin Dxsin B+cos Dxcos Bxcos A)->H
cos-1((sin D-sin Bxsin H)+(cos Hxcos B))->Z
sin A<0=>Z->Y:sin A>0=>360-Z->Y
"HC":H◿
"AZ":Y◿
"GEMESSENER WINKEL"?->W
0->M:0->N:0->O
W≥40°=>W+0°13´->M
W≥25°=>W+0°12´->N
W≥20°=>W+0°11´->O
M->R
R<N=>N->R
R<O=>O->R
R-H->I
I≥0=>Goto 4:I≤0=>Goto 5
Lbl 4
"INTERCEPT HIN":I◿
Goto 6
Lbl 5
"INTERCEPT WEG":I◿
Goto 6

Anmerkung: Das "Deg" ganz am Anfang dient dem Einstellen des Rechners auf den Altgrad Modus (360°). Das ist wichtig, weil der Rechner neben diesem noch über die zwei Winkelmodi Radiant (Bogenmaß) und Neugrad verfügt. Das Argument "Deg" wird durch drücken der Tasten "Mode" und "4" erzeugt.

Die Sequenz

M->R
R<N=>N->R
R<O=>O->R
R-H->I


bestimmt, welche der drei Variablen den höchsten Wert besitzt und damit die gültige Gesamtbeschickung für die Gemessene Höhe darstellt.

Disclaimer: Alles ist gewissenhaft eingetippt worden, ich hafte aber nicht, wenn ein Tippfehler meiner- oder Ihrerseits Ihre 11 Meter Yacht auf eine Untiefe führen sollte. ;)

Die dem Programm zugrunde liegende Formeln sind dem Buch "Astronavigation - ohne Formeln - praxisnah" von Bobby Schenk (Verlag Delius Klasing) entnommen. Danke für dieses Buch, Bobby Schenk! Ohne dieses hätte ich mir nie den Zugang zur Astronavigation erarbeiten können.

Saturday, January 7, 2012

Reviving a ten years old Powerbook Titanium (inverter board fixing)

The backlight of my beloved 2002 Powerbook Titanium DVI 667 MHz failed some months ago. So it went into the attic and collected dust - until now. I gave it a shot and opened the machine using a Torx screwdriver. The insulating foil of the inverter board (the unit that converts direct-current used by the mainboard into high voltage alternating current, that is used by the cold cathode fluorescence lamp illuminating the LCD screen) showed clear signs of a blown joint. Also the inner case of the Tibook showed burn marks.


Signs of a blown connection


I deinstalled the inverter board, opened the insulating foil and inspected it. The inductor coil has five input and two output solder joints. One of the output joints was blown. I took a normal soldering iron and a thin wire of copper and re-connected the joint.


inverter board soldered (not nicely looking i admit)


The original insulating foil for the inverter board was busted during the deinstallation. So i took a normal household plastic bag to improvise an insulation for the IB.


The reinstalled inverter board




Close-up: white and pink are the wires connected with the output joints leading to the backlight bulb


After installation i did put everything back in place, closed the cover, tightened the screws and hoped.....


booting the beast


I was lucky. The trusty old Tibook started and the backlight ignited. Success!

Sunday, October 23, 2011

How to refurbish SunTour Accushift derailleurs




Suntour derailleurs are solid constructed components that perform troublefree for a long period of time. But as years go by they suffer from wear that ultimately leads to failure. From my experience it´s often the tension spring of the parallelogram cage that breaks and leaves the derailleur useless. But how can this spring be exchanged; after all the derailleurs of Suntour are, like the ones of Shimano, rivetted and not fully able to be taken apart, like the ones of e. g. Mavic?!



This how-to illustrates the complete disassembly of Suntour derailleurs, the exchange of damaged parts and finally the re-assembly of the whole mechanism to form a functioning derailleur. This article further wants to show how one can substitute a broken tension spring with a self-made spring made from hardware store parts.

At the beginning i´ll try to define some terms i will use in the further text. The orientation is set according to the normal mounting position on the bicycle. Parts oriented to the center line of the bike are are referred as "inboard", parts oriented outside as "outboard". The parts of the derailleur that bear the pivots are called "front parallelogram body" (FPB) and "rear parallelogram body" (RPB). They guide the two parallelogram arms (inboard parallelogram arm (IPA), outboard parallelogram arm (OPA)). The entity of FPB/RPB and IPA/OPA is called the parallelogram cage.
The parts of a Suntour derailleur that can be disassembled are the pulley cage and the spring-loaded hanger bolt assembly. The pulley cage can be detached removing the M4 set screw. The spring-loaded cage is unloaded rotating it clockwise up to the "twelve o´clock" position and pulling it out of the FPB. The hanger bolt assembly can be opened removing a circlip that secures the bolt.


The dissassembly of the rivetted parallelogram cage is shown in the following part.




Fig. 1: To drive out out the pivots a small hole has to be drilled in the upper extension of their axis. Using a small stub steel nail and a hammer the pivots can be driven out .



Fig. 2: The required drilling to drive out the pivot under the hanger bolt housing has to be performed meticulously, because the position direct above the pivot has to be reached exactly. The picture shows the relative location of the drilling entrance. Because of the more precise mode of action i use hand drillers of the caliber 1.5 mm.



Fig. 3: After drilling the pivots are driven out using the steel nail and a hammer. As a support i use a wood board with a small recess below the pivot.



Fig. 4: To remove the parallelogram spring a brass bushing in the IPA has to be driven out. To do this an M5 screw is placed on top of the fixated IPA and gentle (!) hammering is applied. After this the inner (serrated), the outer brass bushing and the parallelogram spring can be separated.



Fig. 5: If there are no original Suntour spare springs available, a replacement spring can be formed using a pull-spring taken from a local hardware store (outer diameter 12.5, inner diameter 9.5, wire gauge 1.5 mm). To keep the cylindrical form of the spring during the forming and bending, it is hoisted onto a fitting wood stick.



Fig. 6: After bending the spring is shortened using a bolt-cutter and the IPA is reassembled. The self-prepared spring bears the option to control the preloaded tension in a distinct range. Therefore one can fine-tune the shifter and will be able to build it up using a less amount of operating force. The picture shows from front to rear: the broken original Suntour spring, the newly built spare spring (not shortened) and the outer and inner brass bushing.



Fig. 7: A completely disassembled parallelogram cage. Its OPA has been broken. After exchange of the OPA the derailleur could be newly built up.




Fig. 8,9: After thorough cleaning and lubrication the derailleur can be re-assembled. The IPA has to be inserted into the FPB folded to the inner side and is rivetted. The RPB is connected with the IPA and rivetted. As the last step the OPA is mounted and rivetted, which tensions the parallelogram spring.



Fig. 10: The newly rivetted derailleur.


The drill holes can be left untouched or tinned which masks the the modification of the derailleur. To leave the drill holes as they are bears the benefit that the derailleur can be opened for maintenance very easy. Another application for the dissassembly of the rivetted parallelogram cage is the completion of a derailleur from parts of broken derailleurs. This is a valid option since the last "generation" of Suntour derailleurs are identical in construction (leave out the Superbe Pro derailleur).

How to touch up vintage SunTour index control thumbshifters




Many of you may know them, many still drive them on their vintage mountain bike or randonneur and appreciate them because of their low weight and ability to be run in friction mode when the lever or the derailleur are somehow damaged. But as time goes by and weather and dust keep on having a bad influence on the delicate mechanics inside such a lever one may feel the need to overhaul the lever to re-insure correct indexing. This how-to article mainly relies on the pictures that illustrate the complete "clean-lube-adjust" procedure done with a 1990 7-speed Suntour XC ltd. thumb shifter. But this can be applied to all modern Accushift plus indexed shift levers Suntour produced during it´s last few years before it went out of business, even the road bike down tube shifters that are mounted on braze-on studs do bear the same interchangeable mechanics inside and therefore can serve as a spare part supply.


Fig. 1: The thumb shifter (rear derailleur, 7-speed) connected to the mounting bracket.


Fig. 2: The toggle screw removed which also serves the clamping of the friction/index mechanism in order to adjust the friction of the system.


Fig. 3: The mechanism inside the lever can be opened by removing a circlip in the recession of the cap assembly using a flat head screwdriver.


Fig. 4: The cap assembly opened. The upper part of the friction/index mechanism is visible.


Fig. 5: The ball holder plate with the two indexing steel balls. The balls are inserted into the holes in line with the broad inner noses (not the ones marked with an engraved "ball" symbol!).


Fig. 6: The indexing cam ring. Seven pits on each side serve as resting points for the two indexing balls. This cam ring still looks good and needs only cleaning.


Fig. 6: This cam ring taken from another thumb shifter (Suntour XC Pro) suffers from massive wear. The shifter was unable to "hold gears" and general shifting performance was poor. Note the grooves between the index pits which prevented the correct positioning of the lever.


Fig. 7: The index cam plate can be refurbished by grinding the surface until the grooves have disappeared. The index pits have to be deepened using a dremel tool and a fine abrasive tip.




Fig. 8: The loss of thickness of the index cam plate has to be compensated by an additional washer. I prepared one by cutting and sanding an old credit card type plastic card (white ring inside the lever). During reassembly the new washer is placed under the index cam plate.



Fig. 9: An exploded view of all parts of the thumb shifter


Fig. 10: After thorough cleaning of all parts the parts are greased with a ball bearing grease and the lever is reassembled according to fig. 7. The ball holder plate must be inserted like it is shown in the picture. The friction/index cam plate has two areas, one with a pit which engages the friction mode and one with a flat surface which presses the indexing balls against the index cam plate and ensures the latching of the gears. For reassembly i found it suitable to insert the friction/index cam plate in friction position because the pits help to hold the whole mechanism in correct place. After placing of the cap assembly the whole lever can be secured by inserting the circlip. Although there is some special tool for handling circlips, with a little bit of patience and practice this step can be done using two flat head screwdrivers.


Fig. 11: A scheme of all moving parts (black), the fixed part of the mechanics (blue) and the index balls (red), also visible is the correct arangement of the cup springs and washers.